2015

07.09.2015 – Ach herrje, Papa muss wieder arbeiten!

So schnell ist ein Monat rum. Gerade habe ich noch über Aa und die Schwimmorgien von Georg geschrieben und schon ist die Zeit gerast.  Aber es war ein herrlicher Monat und ich kann es nur empfehlen. Also bitte nicht extra deshalb ein Kind in die Welt setzen, soll ja Leute geben, die auf solch komische Ideen kommen. Aber wenn es eh soweit ist, sollte man sich diesen Luxus gönnen und wenigstens einen Monat zusammen Elternzeit nehmen. 

Tja, was haben wir denn so erlebt? Ich musste lernen. Ich spielte nun nämlich nicht mehr die erste und einzige Geige im Leben von Georg, sondern die Spaßmaschine Dady war nun gegen mich angetreten. Da wurde gekichert, gealbert und im großen und ganzen nur Blödsinn gemacht, herrlich. Da kann man selbst als Milch-Maschine abstinken dagegen. Ein wahrer Konkurrenzkampf zwischen Mama und Papa entbrennt. Bei wem lacht er mehr oder ningelt rum? Wer ist dran mit Wickeln, Baden, Anziehen, Tragen? Ich will jetzt nicht die Strichliste auspacken, auch wenn ich könnte. Und auch wenn ich es als Muttertier nur ungern zugebe, so ein Vater kann das alles auch ziemlich gut. Nur die Milch-Geschichte schaffe nur ich!

   
 
Natürlich haben wir das herrliche Wetter wieder zum Baden genutzt. Und Papa durfte auch beim Babyschwimmen mitsingen mit seiner tiefen sonoren Stimme.  Ich will ja nicht, dass er irgend etwas verpasst. Inzwischen ist Georg ein patentierter Taucher. Ich gebe zu, dass nicht alles nach Plan lief, denn wir haben den ersten Tauchgang völlig ungeplant in der Schüssel vollbracht. Es war schon eine Badeschüssel bei meinen Eltern im Garten. Und nur weil wir kurz mit dem Verjagen von Mücken beschäftigt waren, entglitt uns der süße Schwimmer. Aber da wir alle nicht erschrocken guckten, sondern über seine süße Fresse lachten, musste Georg auch mitlachen. Tja und so lernt man tauchen. Naja, ein paar Tage danach sollte er auch erstmals beim Babyschwimmen tauchen, aber da waren wir ja schon Vollprofis. Uns kann keiner etwas vormachen. Ich kontrolliere ja schon heimlich, ob Georg Schwimmhäute wachsen oder er Schuppen bekommt, so wie er das Wasser liebt. Aber alles in Ordnung!

   
 
Kommen wir mal zu den anderen ersten Malen der letzten Wochen. Da hätten wir auf jeden Fall sein erstes Wort bzw. das was wir als dieses gedeutet haben. Die Kommunikation entspricht noch nicht ganz der eines Abiturienten, aber ein perfekt geseufztes „ach herrje“ ist schon mal ein Anfang. Es rutschte ihm bei der Verabschiedung von Oma und Opa heraus und war in dem Moment so passend, dass es das offiziell erste Wort ist. Ich gebe zu, das es etwas früh für das erste Wort ist, aber da noch kein eindeutiges „Mama“ zu hören war, lebe ich lieber mit „ach herrje“ als mit Ball, Baden, Auto, oder Papa. Der Wettlauf „Mama“ oder „Papa“ läuft also noch und jetzt wo ich wieder die erste Geige Spiele, stehen die Chancen für mich nicht schlecht. Wer wird gewinnen?

  
Im Urlaub waren wir in diesen wunderbaren Wochen natürlich auch. Zuerst in Fleesensee mit den Mädels und dann noch am Greifswalder Bodden zu dritt. Beide Wochen waren sehr entspannt. Georg hat es genossen, viel an der frischen Luft zu sein, ohne das man ständig auf die Baustelle muss und natürlich die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Familie. Zwar hatten wir einen kleinen Rückschlag beim einschlafen, aber das haben wir inzwischen auch wieder im Griff. Georg wollte nämlich tatsächlich mal nicht direkt nach dem ins Bett bringen einschlafen, sondern brauchte noch ein paar Anläufe mit Liebesbekundungen und Kuscheleinheiten. Ich weiß, wir sind verwöhnt mit unserem lieben Prinzen, der immer Abends von allein einschläft und dann bis um 6 oder 7 durchschläft um dann nach nem kurzen Snack nochmal zwei Stunden zu schlafen. Aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem nicht! Habe vor kurzem von einem Vater gehört, der immer um Mitternacht sein Kind badet und anschließend in den Schlaf föhnt, weil das wohl die einzige Möglichkeit ist, sein Kind zur Nachtruhe zu bringen. Gottseidank läuft das bei uns anders. 

   
  
Im zweiten Urlaub hat er dann jeden Touristen zwischen Zingst auf dem Darß und Binz auf Rügen verzaubert. Bei jedem Ritt mit dem Buggy über Kopfsteinpflaster sang er eine Arie und lächelte, nein lachte jeden an, der ihm entgegenkam. Und wenn kein Kopfsteinpflaster in der Nähe war, dann wurde halt einfach mit der Sonne um die Wette gestrahlt. So machte er uns auch die Begegnungen mit den Riesenspinnen in unserem Bungalow leichter. Zuviel Nähe zur Natur macht mir nur in Afrika Spaß, aber gefühlte einhundert Spinnen am Abend sind einfach nicht erquickend und labend. 

Aber ansonsten war es ein perfekter Urlaub. Eine schöne Unterkunft ohne Kosten, herrliches Ostseewetter, also Sonne, Strand und Meer. Die erste Sandburg haben wir noch nicht gebaut, was aber nur daran lag, das Georg den Strand lieber aufessen wollte, statt ihn als Baumaterial zu nutzen. Essen ist halt wichtiger! Apropos, das erste Leberwurstbemmchen gab es heute auch. Und es hat ihm wohl geschmeckt. 

   
    
 
Und jetzt ist die tolle Zeit zu dritt erst einmal wieder verschoben auf die Abende und das immer nächste Wochenende. Aber der nächste Urlaub ist in Sicht. Und ich möchte an dieser Stelle mal meinem Mann ein ganz großes Dankeschön schreiben für die letzten Wochen. Sie waren traumhaft, du warst perfekt. 

Das jetzt etwas anders ist, ist auch Georg aufgefallen, denn als der Papa heute Morgen auf Arbeit fahren wollte, gab es einen Schreianfall von ihm, was wir ja gar nicht kennen. Es ist schon erstaunlich, was so ein kleiner Mensch schon alles versteht. Aber als der Papa heute Abend wieder da war, gabs dafür auch ein unheimlich wunderschönes Lachen von Georg. Wären wir noch nicht so schwer verliebt, wäre es dann geschehen.

Und jetzt Spiel ich wieder die Tagsüber-Einzige-Geige! Mal sehen was wir dann alles erleben? 

 

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04.08.2015 – In meiner Badewanne bin ich Kapitän!

Moin;-) Wir sind wieder da! Und ich wurde nicht als getackerter Notfall ins Krankenhaus eingeliefert. Aber dafür habe ich entdeckt, dass mein süßer Sohn wirklich von mir stammt. Nicht dass ich nach 12 stündiger Geburt noch irgendwelche Zweifel gehabt hätte, aber mit Stilldemenz weiß man ja nie so recht. Wie ich das festgestellt habe? Na er knirscht mit seinen vier Zähnen genauso wie die Mama. Nur bei ihm finde ich es gruselig und mir läuft ein Schauer über den Rücken, als würde einer mit Fingernägeln über eine Tafel kratzen. Furchtbar. Beweis der Mutterschaft ist ja schön und gut, aber wie gewöhnt man das einem Kind wieder ab. Er will mich ja partout nicht verstehen, wenn ich es ihm erkläre. Also für Tipps bin ich aufgeschlossen.

  
Aber Georg hat ja Gott sei dank noch andere Hobbys. Sein Lieblingsspaß ist das Baden. Und hierzu zählt einfach alles was nass macht, sei es die Wasserflasche, der Regen, die Waschanlage, die Dusche oder die Wanne und seit letzter Woche auch das Babyschwimmen. Es ist herrlich zu sehen, wie sehr er daran fest geht und vor Freude jauchzt. 

Es begann ja mit der klassischen Babywanne, die aus mir unerklärlichen Gründen in den letzten Monaten geschrumpft ist, denn Georg passt kaum noch rein. Mittlerweile sitzt er drin, ein Bein zum festhalten auf der Außenkante und immer in Bewegung. Seit lustigen Planschspielen bei Oma und Opa möchte er auch immer in der Wanne planschen. Leider führt dies zu Überschwemmungen im Bad. Aber wer kann so etwas schon übel nehmen. Mittlerweile wird in der großen Badewanne im Badesitz gebadet. Für den Badespaß unsere Sohnes, super! Für das Reinigungsergebnis am Hinterteil echt bekloppt. Aber bekanntlich kann man ja nicht alles haben.

Tja und seit letzter Woche geht’s nun zum Babyschwimmen. Also gleich vorab: wenn es Georg nicht so unendlich viel Spaß machen würde, würde ich die Veranstaltung boykottieren. Da stehen lauter erwachsene ( mal mehr mal weniger) Menschen in einem Schwimmbecken und singen Lieder. Das kann nicht deren Ernst sein. Normalerweise singe ich nicht mal unter der Dusche, weil ich Angst habe, das Wasser wird sauer. Und nun muss ich unter Zeugen! Dann stehen auch noch die lieben Kindsväter am Beckenrand und filmen das Ganze für die Ewigkeit und Weitergabe an die Verwandten. Es gibt echt Grenzen! Deshalb muss nächste Woche mein Schatz mit den jungen Müttern singen und ich filme. So können wir uns gegenseitig erpressen.

Aber Georg pfeift auf dieses Gesinge und genießt einfach nur das Wasser. Da geht einem das Herz auf. Etwas Gutes hat das Babyschwimmen doch noch. Man vergleicht seinen Prachtjungen mit den Anderen. Natürlich haben wir das hübscheste, aufgeweckteste, süßeste und cleverste Baby im ganzen Schwimmbad. Und das sage ich total unvoreingenommen!

   
   
Tja und ansonsten so? Wir sind Profis im Brei essen. Da kann uns keiner etwas vormachen. Es hat zwar etwas von Gänsemast, wenn man das Tempo beachtet, aber wenn ich auch nur etwas langsamer werde, weint Georg als hätte er Angst, dass die Essensvorräte auf immer versiegen würden. Und da verschwindet solch ein Gläschen schon mal in einer Millisekunde. Aber ich bin froh, dass es ihm so schmeckt. Wir füttern ja jetzt schon über einen Monat und ich wurde noch immer nicht voll gespuckt. Das nenne ich Erfolg! Die Brust ist nun nur noch gelegentlich der kleine Extra-Leckerbissen und so stelle ich fest, dass sie neuerdings auch als Mikrofon genutzt wird. Denn Georg singt sie gelegentlich an. 

Und nun kommen wir zu dem Punkt über den sich Eltern besonders gern unterhalten, das AA. Oder wie wir Erwachsenen sagen: das Geschäft. Warum heißt es das Geschäft? Kann ich es verkaufen und damit Geld machen? Wäre ja mal ne sinnvolle Verwendung. Aber nein, es ist nur für die Tonne. Aber seit es Brei gibt, ist AA total herrlich. Nicht der Geruch! Die Produktion! Denn Georg läuft rot an wie ein Hydrant und gibt Geräusche von sich wie ein Gewichtheber bei Olympia. Und das über Minuten. Er könnte auch einfach sagen: Mama, Achtung, ich habe gesch….! Aber so ist es irgendwie zum niederknien. Leider macht er dabei manchmal soviel Geschäft, dass wir den Rekord für die Massenproduktion geknackt haben. Will heißen, das Parkett und meine Socke wurden getroffen. Nun ist es gar nicht so einfach, den Papa anzumeckern, weil er das sch…Kind immer auf mich abschiebt, einbeinig das Kind zu halten um die Socke loszuwerden und dabei noch zu atmen. Oh ja, es stinkt fürchterlich. Aber Vollprofi Mama bekommt das natürlich hin. Papa könnte es ja besser machen, aber er hat Angst zu ersticken.

   
   
Nun ist wieder Georg-Zeit und bald hat Papa Elternzeit und darauf freuen wir uns jetzt mal ne Runde. 

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21.7.2015 – Ab heute wird getackert, Babe!

guten Morgen! Also ich halte Wort und schreibe eines „Morgens“ weiter. Okay man hätte denken können, am nächsten Tag, aber „Morgen“ und „am Morgen“ klingen ja auch furchtbar ähnlich und ich werde der Ausreden nicht müde.

Es ist soweit, mein Sohn lässt den nächsten Zahn blitzen, oben natürlich und wir haben da medizinisch gesehen, den ersten offiziellen Gegenbiss. Die einen freut es, die Mutter nicht wirklich. Denn nun hat Georg die offizielle Erlaubnis oder Möglichkeit zum tackern. Ich habe mich gleich gefragt, wie der Notdienst reagiert, wenn ich mein Problem schildere und einen Verband verlange. Oder ob man mich in Connewitz rettet, wenn ich schreiend eine Milch to go in der Öffentlichkeit verteile. Aber ich schätze, dort werde ich eher schräg angesehen, denn eine professionelle Still-Mama aus Connewitz hechelt den Schmerz cool weg. Naja, schauen wir mal, wie mir das tackern gefällt. Vielleicht gibt ja dann einen neuen Bestseller: fifty shades of pain…

  
Apropos Zähne; ich habe mich ja als übervorsorgliche Mutter mal wieder zum Gespött der Familie gemacht und dabei meinen Sohn seinen ersten Luftballon geschenkt. Doch fangen wir von vorne an. Als, wie gesagt, übervorsorgliche Mutter habe ich gegoogelt, wann man denn mit dem Kind zum Zahnarzt muss. Und da sich im Netz auch nur übervorsorgliche und besserwisserische Mütter rumtreiben, fand ich da den für mich logischen Ratschlag: spätestens mit dem ersten Zahn. Also geriet ich bei schon zwei sichtbaren Zähnen förmlich in Panik, das ich noch keinen Termin hatte.  Also ran ans Telefon, die Charmoffensive starten und einen ersten Zahnarzttermin für den Prinzen besorgen. Als ich dann in den Behandlungsraum kam, schaute man uns mit großen Augen an und meinte: “ Das ist dann wohl unser jüngster Patient aller Zeiten.“  Kann ja kein Mensch ahnen, das außerhalb vom Internet im wahren Leben die meisten erst mit  2 Jahren zum Arzt gehen. Aber sehen wir es mal so, den Georg vergessen die bestimmt nicht. Wollten ihn auch gleich dabehalten und haben ihm alles erklärt, den Mundschutz, den Stuhl, das Licht, die Handschuhe. Der verwirrte Blick vom Sohnemann, unbezahlbar. Aber das Belohnungssystem funktioniert. Weil er so lieb war, gab es einen Luftballon als Geschenk. Und das wiederum machte Georg glücklich. Also an alle Spötter dieser Welt, das Ergebnis zählt. 

   
 
In den letzten Monaten hatten wir ja auch noch den Muttertag und Vatertag und Georg hat sich für sein erstes Mal mächtig ins Zeug gelegt. Zum Muttertag hat er ganz alleine eine Pralinenschachtel gekauft und seine erste Karte geschrieben. Ich sag’s euch, ein extrem intelligentes Kind. Und den Glauben an diese Höchstleistung kann mir genauso wenig jemand nehmen, wie er bestimmt die nächsten 20 Jahre an den Weihnachtsmann glauben wird, mindestens. 

Zum Vatertag hatte er jedoch erschwerte Verhältnisse, so dass ich ihm helfen musste. Erstens war er noch ausgelaugt vom Muttertag und zweitens war ich ja die ganze Zeit da, also alleine ging nicht. Übrigens hängt nicht das Baby ständig an der Brust der Mutter sondern die Mutter hängt ständig am Baby, tarnt es nur ideal. 

Also Mission Vatertag: es kam noch erschwerend hinzu, dass der Vater in der Woche des Vatertages zu Hause war weil krank. Gott-sei-Dank leiden ja Männer dann immer ausgiebig und brauchen viel Schlaf. So nutzten Georg und ich den Mittagsschlaf zum basteln. Was ganz kreatives, hat noch nie jemand anderes gebastelt. Wir malten mit bunten Handabdrücken eine persönliche Glückwünschkarte. Soviel zur Theorie. In der Praxis bedeutete das nämlich, dass wir die zappelnden Hände mit unterschiedlichen Farben erst einpinseln, dann einen astreinen Abdruck hinbekommen und anschließend schnell die Farbe wieder beseitigen mussten. Ich habe ja mit allem bei dieser Aktion gerechnet: ich knallbunt und das Kind lachend, oder Georg von oben bis unten eingefärbt und ich schweißnass. Aber das Ergebnis war toll. Es gab nur ein klitzekleines Problem, irgendwie hatte es dieses Kind, nicht ich!, geschafft die gesamte Rückwand über der Wickelkommode mit roten und blauen Punkten zu verschönern. Aber nun erklärt mir mal, wie ich das Papa erklären soll? Ich fand ein bissl Farbe an der Wand einfach schön? Oder wollte mal ausprobieren ob rot oder blau schöner aussieht? Oder hier flog ein rot-blauer Papagei rein und hat an die Wand gekackt? Alles nicht glaubwürdig. Also baute ich auf Verdrängung und unter dem Motto, er wird es schon nicht sehen, wollte ich alles vergessen.

Das klappte genau eine halbe Stunde. Dann erwachte mein Mann und wollte sogleich Georg windeln. Warum muss das Kind auch ständig sch…..? Also er legte Georg hin und sogleich folgte die Frage: „Was ist denn mit der Wand passiert?“. Und ich konnte nur antworten: „Das erklärt Dir Dein Sohn am Donnerstag“. Und damit war die Überraschung dahin.

   
   
Übrigens auch so eine erstaunliche Entwicklung, wann ist es mein Kind, wann dein Kind und wann unser Kind? Also immer wenn er zuckersüß ist, ist es natürlich MEINS. Immer wenn er Mist baut, zum Beispiel, die Windelkapazitäten überschätzt, oder nicht einschlafen will, ist es DEINS. und wenn wir es still bewundern und anhimmeln ist es UNSER Liebster. Aber ich schätze diese Erkenntnis findet man auch bei den anderen Internetmüttern. Aber MEIN Kind will jetzt bespaßt werden und ist so zuckersüß!!!!

Also bis morgen(s) 😉

  

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15.7.2015 – 360 Grad durchschlafen 

Wir haben drei tolle Monate hinter uns. Georg ist inzwischen fast mit dem Abitur fertig, naja ich übertreibe leicht. Aber er ist nun schon ein halbes Jahr alt.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, er isst noch kein Steak, aber Brei. Noch machen die dicken Dinger glücklich und satt. Die Augen werden immer größer, wenn die Erwachsenen essen. Futterneid! Wir haben es zuerst schon mal mit einer zerdrückten Kartoffeln und Erdbeere in homöopathischen Dosen versucht. Hat offensichtlich geschmeckt. Dann ging es an den Brei. Und nein, wir haben kein Video, wo Georg den Möhrenbrei quer durchs Wohnzimmer spuckt. Aber ich gebe zu, wir haben vor der ersten Großtierfütterung alles an Technik zur Video- und Bildüberwachung aufgebaut was unser Sortiment hergibt. Aber Georg liebt das Essen, kann gar nicht genug bekommen. Dies sieht man auch an einer kleinen Studie der Gesichtsausdrücke, nur Kürbis mag er nicht. Welches Bild passt dazu?

  
    

Also auch rein technisch steht dem Steak nix mehr im Wege, denn Georg hat jetzt zwei Zähne. Ja, schon! Würden sie mich nicht beim Lachen anblitzen, würde ich es kaum glauben, denn das Zahnwachstum war echt entspannt, kein Fieber, kein Quengeln, kein Leiden. Am 22.5. haben wir sie entdeckt. So können die restlichen auch kommen. Braver Sohn einer Dentalfrau! Nur den Implantatverkauf meiner lieben Kollegen können wir so nicht ankurbeln.


Kommen wir mal zu dem Thema durchschlafen und dem, was wir so nennen. Als unser Sohn im April das erste Mal gegen fünf Uhr immer noch nicht munter war, wachten wir Eltern auf und schauten uns verstört an. Wie jetzt? So geht schlafen? Also schlichen wir zu unserem Sohn und weckten ihn vorsichtshalber.  Wir Ausschlafverhinderer!

Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt und genießen es und ich freue mich jedesmal, wenn ein ausgeschlafener Georg seine ausgeschlafene Mutter weckt. Wir schaffen fast täglich eine Zeit zwischen 5 und 6 Uhr und dann schläft er sogar nochmal ein!

Und während er so vor sich hin schläft, schafft unser Kind locker eine 360 Grad Drehung im Kreis. So lange er noch um die Kurve kommt, kein Problem! Wir nennen ihn liebevoll Drehrumbum!

  
  


Was haben wir denn noch so erlebt in den letzten 3 Monaten? Vieles, so viel, dass wir gar nicht alles aufschreiben konnten. Wir haben lange an der ersten Drehung auf den Bauch gearbeitet, können aber nun Erfolge verzeichnen. Die Seitendrehung hat schon immer super geklappt. Besonders wenn eine gefüllte Milchmaschine neben ihm lag, aber für die komplette Drehung musste ich scharfe Geschütze auffahren. Kein Spielzeug war so interessant, das es sich lohnte. Aber ich habe den ultimativen Lockstoff gefunden, eine Packung Taschentücher. Ja, so einfach ist unser Kind zufriedenzustellen. Und er dreht sich wie ein Bekloppter, manchmal auch nachts, was somit eine Kombination der 360 Grad Drehung in der 3. Dimension ist. Ich bin stolz auf ihn.

 

Kommen wir mal zu mir. Da haben wir jetzt Sommer und so regt sich in mir der Wunsch, sich stylisch aufzubretzeln und zu shoppen. Aber eine Still-Ikone ist halt keine Stil-Ikone. Entweder muss es praktisch für spontane Mahlzeiten sein, oder mein Sohn sabbert mich voll. Ein ich-sehe-total-geil-aus habe ich noch nicht geschafft, aber ich arbeite dran.

Ansonsten sind wir wieder gesellschaftsfähig und Georg ist auch Party-erprobt. Durch sein hervorragendes Schlafverhalten konnten wir ihn abends schon bei den Großeltern lassen und zweimal ein Konzert besuchen. Wobei so einfach ist es nun auch wieder nicht, denn Georg hat beschlossen: „Das mit der Flasche ist Mist“. Er will einfach nicht aus der Flasche trinken. Also müssen wir alle Events so planen, dass er von mir die letzte Mahlzeit bekommt und ich ihn ins Bett bringe. Dann geht es gut. Aber wir arbeiten noch dran. Hier kann ich nur unterstreichen wie wichtig es ist, auch mal wieder etwas als Paar zu unternehmen und aus dem Trott auszubrechen. Danke an Oma Petra, Oma Bärbel und Opa Hans-Joachim.

  

So, es war ein Anfang. Morgen schreibe ich weiter, denn wir haben viel erlebt.

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18.04.2015 – schlafen, stillen, lachen, brabbeln, greifen

So viel ist passiert in den letzten Wochen. Mein Stichwortzettel hat mittlerweile den Umfang eines Taschenbuches und ich könnte schon das veröffentlichen. Da stehen Dinge drin, wie z.B.: Schlaflied, Lachanfall, Bis unter die Axeln, Abschaffung Milchquote, Stilldemenz, Aprilscherz und Kickelhahn.

Also nehmt euch viel Zeit zum lesen!

Fangen wir von vorne an. Mittlerweile sind wir Profis im Tragetuch-in-den-Schlaf-Bringen. Diese Fähigkeiten habe ich in den letzten Wochen ausgebaut. Und dabei habe ich herausgefunden, dass ich mein Kind in den Schlaf singen kann. Mit einem wunderschön schräg klingenden lalelu braucht es höchstens zehn Minuten und 1 Kilometer. Jetzt bleibt natürlich die Frage, ob es schneller ginge, wenn ich richtig gut singen könnte. Den Kommentaren meines liebsten Mannes entnehme ich hier ein eindeutiges „Ja“. Ich zweifele daran, denn würde ich besser singen, würde er weniger schnell aufgeben und auf Durchzug schalten und lieber meiner lieblichen Stimme lauschen. Also gar nicht so schlecht, wenn man hier talentiert ist. Und mal unter uns, Papa singt auch nicht besser. 

 

Solch einem Schlaf unseres geliebten Engels haben wir auch seinen ersten Lachanfall zu verdanken. Er lag in meinem Armen und schlummerte und lachte ganz plötzlich herzhaft los. Ich hätte mich kaputt lachen können, weil es so niedlich war. Das blöde ist, das wenn ich lache, mein Kind wach wird und nicht mehr lacht. Aber inzwischen lacht Georg auch, wenn er wach ist. Gibt ja genug lustiges in unserem Leben. Aber jedes Mal finde ich es einfach nur entzückend. 

  

Inzwischen haben wir hier Frühling und somit nutzen wir jede Chance auf frische, sonnige Luft. Mein Kilometerzähler schnellt in die Höhe, egal ob mit Kinderwagen, Tragetuch oder Auto. Eines Tages im Tragetuch war Georg gerade eingeschlafen, als er meinte sich geräusch- und geruchvoll zu erleichtern. Da er schlief, ertrug ich den Geruch stoisch und sehnte den Moment des Erwachens herbei. Als es soweit war und ich mir das Übel ansehen durfte, traf mich der Schlag. Bis unter die Axeln hatte sich mein lieber Sohn vollgeschissen und dabei nicht nur Body, Shirt und Hose versaut, sondern auch noch das Tragetuch. Was für eine Sauerei! Und dann versucht man das Kind zu entkernen. Anders kann man diese Großreinigung nicht nennen. Und was macht mein lieber Sohn während dieses schwierigen Unterfangens? Er lacht und pinkelt mich gleich zweimal an. Danach hatte ich das Gefühl, ich muss mich und die Wohnung renovieren. Altes Scheisserchen!

  

Aber er ist ja nicht das einzige Kind. Seine zukünftige Frau hat dies gleich zweimal an einem Besuch hinbekommen. Also wie immer: es könnte schlimmer kommen!

  

Aber Georg kann auch anders als Lachen. Nämlich schreien und richtig sauer drein schauen. Wie kam es dazu? Wir waren bei der ersten Impfung. Also ich bin der Meinung, das ist nichts, was man einer Mama so einfach zumuten kann. So ein Baby vergisst ja wieder den Schmerz, aber ich doch nicht!! Also liebe Kinderärzte, nehmt etwas mehr Rücksicht auf mich. Wir waren also zur ersten richtigen Impfung, besser gesagt, zwei Impfungen, in jedes Bein eine. Ich finde das brutal. Georg war erst richtig gut drauf und lachte vor sich hin, bis die Nadeln piecks machten. Dann schrie er unerbittlich, als würde man ihm ein Bein ausreisen. Furchtbar ist das anzuhören und -zusehen. Als wir dann endlich vor den brutalen Kinderärzten flüchten konnten und im Auto saßen, sah mich Georg einfach nur sauer an, als wäre ich schuld. Wird man so zum Impfgegner? Das könnte ich ja als Argument noch akzeptieren. Ich glaube inzwischen hat er mir wieder verziehen.

  

Eine Nachricht der letzten Wochen hat mich besonders bewegt, wie sicherlich alle von Euch: die Milchquote wurde abgeschafft. also kann ich jetzt in Massenproduktion gehen? Kein Milchstau mehr, nur noch ungezügelter Milchfluss? Herrlich! Deshalb bin ich jetzt auch regelmäßig an der Zapfsäule und werde gemolken. Natürlich nicht für die breite Masse, sondern nur für Georg und ein bissl Freiraum für mich. Die erste Flasche Aufgetautes war noch nicht so einfach einzuflößen, aber inzwischen sind wir Profis an der Flasche. Selbst die Omas haben diese Prüfung jetzt schon gemeistert und dem ersten freien Abend steht außer meiner Sehnsucht, nichts mehr im Wege.

  

Die ersten Feten haben wir auch schon verlebt, allerdings ähneln sie weniger „la boum “ sondern eher “ allein unter Wölfen“. Und das meine ich so, das wir noch nicht hundertprozentig gesellschaftsfähig sind. Entweder wird gestillt, oder beruhigt, aber hemmungslos gefetet wird nicht. Ich muss mir immer anschließend von Swen erzählen lassen, wie es war, obwohl ich ja dabei war. Aber eine dieser Feten bei uns mit 15 Erwachsenen und 12 Kindern haben wir es zu verdanken, das unser Sohn jetzt in seinem Zimmer schläft. Es war einfach kein Zimmer mehr fei, wo ich ihn hätte platzieren können. Also schlief er im Bett und er schlief! Das Schlafzimmer gehört wieder den Eltern und bis jetzt klappt der Part hervorragend. Ich lege ihn ins Bett, er erzählt noch etwas vor sich hin und schläft dann lieb ein, ohne Murren. Mal abgesehen davon, dass ich nicht unbedingt ruhiger schlafe, weil ich ständig das Babyphone kontrolliere: Bewegt er sich noch? Höre ich ihn? Ist er noch da? Am liebsten will man ja ständig sein Kind wecken, nur um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Ja, ich weiß, das ist übertrieben, aber mir kann keine Mutter erzählen, dass sie diese Gefühle nicht kennt. 

Tja und manchmal muss man seine Überlegenheit als Mutter auch schamlos ausnutzen. Zum Beispiel am 1. April einen guten Aprilscherz positionieren. Ich schrieb früh morgens an den Papa und alle Großeltern, das Georg das erste Mal Mama gesagt hat und ich es sogar auf Video habe. Alle waren begeistert und gratulierten zu diesem supergescheiten, ja fast schon genialen Kind. Später sandte ich ein Video, wo ich Georg zuckersüß aufforderte wieder „Mama“ zu sagen. Als nichts kam, sagte ich nur “ April, April“. Haha, alle verarscht!

Überhaupt gibt es mit so einem Hosenscheißer viel zu lachen. Kürzlich war er mit seiner großen Schwester Baden in der großen Badewanne. Und kaum sprachen wir darüber, das Georg noch gar nicht in die Wanne gemurmelt hat, tat er es dann gleich zweimal zur Freude von Xynthia. Tja, ich brauch nicht erwähnen, das sich Xynthia danach gleich mehreren Waschgängen unterzog um wieder rein zu werden. Und ich war nur froh, das es nicht mir passiert ist. 

Inzwischen ist Georg ein Vierteljahr alt. Zu Ostern war es soweit und deshalb gab es auch ein kleines Oster-Shooting. Er ist schon so groß geworden und macht uns täglich glücklich. Jetzt greift er schon nach verschiedenen Spielzeugen und wird wütend, wenn er nicht alles in den Mund stecken kann. Oder er lacht lauthals und labert, wenn man sich mit ihm unterhält. Total süß! Und toll, diese bedingungslose Liebe. 

   

   

Die Nachteile der Mutterschaft sind allerdings die Dinge die dir Dank der Stilldemenz passieren. Meine Stilldemenz wird langsam bedenklich. Schon grundsätzlich vergesse ich irgendetwas, wenn ich das Haus verlasse. Mittlerweile bin ich schon stolz wie hulle, das ich nie Georg vergesse. Ich weiß, kein Grund sich zu loben. Kürzlich habe ich dann den Höhepunkt erreicht, denn ich habe den Wohnungsschlüssel einfach mal am geöffneten Briefkasten hängen lassen und bin losgefahren. Als ich wieder kam, suchte ich mich nach dem Schlüssel kaputt. Gott sei Dank gibt es nette Nachbarn statt böser Einbrecher, die meiner Einladung nachgekommen sind. Ich versuche ja mich zu konzentrieren, aber irgendwie vergesse ich dann selbst das konzentrieren. 

So auch in unserem Kurzurlaub in dieser Woche. Zuerst mussten wir Windeln nachkaufen, dann später einen Sauger, nur meine vergessene Pille war unersetzbar. Was ich an Treppen wieder hoch renne, ist nicht mehr schön. 

Aber unser Kurzurlaub war ansonsten sehr schön. Wir wanderten auf den Kickelhahn und genossen die frische Luft. Die war so schön, das ich mein erstes Mal Stillen an der frischen Luft vollbrachte. Sozusagen eine Brust to go.            

Auch die Wellnessabteilung haben wir im Hotel genutzt. Also eine Stunde Massage für mich, wieder Himmel. Georg konnte splitterfasernackt im Schwimmbad rumliegen und bekam eine heiße Milch, da ich im Kaminzimmer stillen durfte. Theoretisch schön, praktisch einfach zu warm. Es fühlte sich an wie in der Sauna. 

Mit der vielen frischen Luft hat unser Engelchen allerdings hervorragend geschlafen. So gut, das wir richtig im Restaurant essen konnten, mehrere Gänge ohne Unterbrechung. Ich bin wieder gesellschaftsfähig, hurra. Ob dies jetzt Standard ist wage ich aber zu bezweifeln. 

Zum Thema schlafen kann ich nur sagen, die Nächte werden besser, aber vom durchschlafen sind wir noch entfernt. Wüsste auch gar nicht, ob ich nicht ständig nervös nach Georg schauen würde, falls er beschließt durchzuschlafen. Ein Teufelskreis. 

 

Und zum Schluss möchte ich noch über die ersten drei Stunden ohne Georg berichten. Oma Petra war gestern so lieb und hat auf Georg aufgepasst, während wir auf dem Grundstück einen Besprechungstermin hatten. Das hat sie ganz toll gemacht, aber als ich die Tür hinter mir schloss, war ich ganz traurig und besorgt. Das bedeutet nun also loslassen. Was soll eigentlich erst werden, wenn Georg in die Krippe geht, oder auszieht? Ich muss noch an meinen Gefühlen arbeiten. Georg hat ja schließlich auch nicht geweint. 

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11.03.2015 – Ein Känguru geht auf Reisen

Heute haben wir den ersten großen Ausflug mit dem Tragetuch gemacht. Wenn ein Känguru auch so schwer schleppen muss, ziehe ich meinen Hut. Georg hat es gefallen, will heißen nach gefühlten 10 Metern ist er eingeschlafen und erst zu Hause aufgewacht und hatte sich entspannt erleichtert. Ja, im heutigen Blog werden die Exkremente eine große Rolle spielen, aber dazu später.

So ein Spaziergang mit dem Tragetuch ist nicht ohne. Man muss den perfekten Zeitpunkt abpassen, also wenn Baby abgefüllt ist. Dann ist Baby entspannt. Also die richtige Kleidung auswählen, damit es dem Baby auch nicht zu kalt oder zu warm wird. Mir war warm, ich kam mir vor, als würde ich mit Wärmflasche wandern. Und dann wird das Tuch gebunden, das Baby reingesetzt und los kann es gehen. Also soviel zur Theorie. Ich hatte nämlich vergessen mir die Schuhe anzuziehen, was blöd ist, wenn das Baby schon angeschnallt ist und man sich nicht mehr bücken kann. Ich hatte glücklicherweise Hilfe in Form meiner Mama, die mir die Schuhe anzog. Aber fürs nächste Mal dürfte ich es mir merken. Auch darf man den Schwangerschaftsmantel nicht wegschmeißen auch wenn man froh ist, diese Umfänge hinter sich gelassen zu haben. Aber ohne so ein Zelt bekommt man sein Kängurubaby nicht eingepackt. Und so ging es perfekt präpariert ins Grüne, ohne Stolpern und Rennen. Wie gesagt es war schwer, aber auch sehr schön so ein kuschelndes Kängurubaby vor sich zu haben. 



Aber zurück zu den Exkrementen, denn damit quält Georg mich seit ein paar Tagen. Während er früher seinen Schiss pro Tag in ca. 6 Windeln handlich verteilt hat, sammelt er jetzt 1,5 Tage und schießt alles auf einmal hinaus. Da kommt sogar die gute alte Pampers an ihre Grenzen. Am Montag besuchte ich eine Freundin, die gerade Zwillinge bekommen hat und verbrachte die Besuchszeit am Wickeltisch. Georg schoss das erste Mal geräuschvoll und geruchsstark in die Windeln und ich stürmte los, um eine schlimme Verteilung des Übels zu vermeiden. Gelungen, kein Klamottenwechsel. Also verließ ich wieder die Wickelstation und kam genau zwei Meter weit, nur um wieder dieses Geräusch und den Geruch zu vernehmen. Also zurück an den Wickeltisch. Danach kam ich immerhin 5 Meter weiter,bevor ich aus den gleichen Gründen umkehren durfte. Denkt Georg eigentlich das mir das Spaß macht? NEIN!

Heute Stand der erste Restaurantbesuch an, eine weitere Premiere. Und ich schwöre, künftig rufe ich vorher jedes Restaurant an, welches ich besuchen will und frage, ob es einen Wickeltisch hat. Als ich beim bestellen war, also eine unschuldige Kellnerin, die leckere Essensgerüche gewohnt war, vor mir stand, schoss mein Sohn wieder laut und deutlich los. Also Kind ansacken und ab auf die Toilette. Doch weit und breit kein Wickeltisch, nur zwei Toiletten und ein Waschbecken. Was blieb uns übrig als ein Balanceakt auf der Toilettendeckel, während ich auf dem Fußboden hockte. Das ist echt nicht schön! Es hätte nur gefehlt, dass jemand reinkommt und mich in dieser Situation sieht. 

Die nächste Premiere folgte sogleich, denn trotz aller Planung musste ich meine Brüste in einem Raum voller Rentner und Fremder auspacken und konnte den Kuchen nur einhändig essen. Ich werde definitiv keine Öffentlichkeitsliebende Stillmama. Das müssen wir echt noch üben, Georg.

Auf dem Weg zum Restaurant kam ich an einer Kuhherde vorbei und begrüßte meine Schwestern im Geiste mit einem lächelnden Muh.



Tja und jetzt habe ich die ersten Klamotten aussortiert, die zu klein wurden. Ja, mein Sohn hat es sich erlaubt zu wachsen. Unverschämtheit! In seinen süßen kleinen grauen Strampler passt er nicht mehr. Nur weil Papa gesagt hat, es ist nicht in Ordnung, das Georg mit angezogenen Knien in dem Strampler steckt, muss ich mich von ihm trennen. Von dem Strampler! Ich finde er übertreibt. Der Vater! Und ich bin entsetzt wie schnell das geht, das das Baby wächst! Hilfe!! Hier noch ein letztes Revivalfoto.



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10.03.2015 – And the Oscar goes to – natürlich Georg

Also den Teil der Geschichte habe ich tatsächlich letzten Montag schon geschrieben. Inzwischen erhebe ich Anspruch auf den Oscar als beste Hauptdarstellerin und stibitze ihn Julian Moore, da ich finde ob nun Alzheimer-Drama oder Stilldemenz-Geschichte kommt nahezu auf das gleiche raus. Aber das ist nur eine lahme Entschuldigung für die fehlenden Seiten. 

Also: the Oscar für den besten Hauptdarsteller, die beste Geschichte, den besten Ton und das Lebenswerk geht an Georg. Denn jeder Tag mit ihm ist spannender als ein Hollywoodblockbuster und somit hat er ihn verdient.

Am Freitag nach meinem letzten Artikel habe ich mich mit meinem Team getroffen. Standesgemäß im Steigenberger Hotel, wie es sich für einen Superstar gehört. Und Georg wurde von ihnen mit Geschenken und einer gigantischen Windeltorte verwöhnt. Damit ist der Bedarf der nächsten Monate gesichert. 



Aber zurück zu der Begrüßung beim Treffen. Ich bekam ein kurzes „Hallo“ und dann spielte nur noch Georg eine Rolle und alle gesellten sich um den Kinderwagen. Ich saß am Tisch und meinte nur: “ Ich habe euch auch vermisst! “ aber irgendwie ist man bei solch einem hübschen Kind abgeschrieben. Hallo, ich lebe auch noch!!! Es haben mir viele erfahrene Mütter angekündigt, das man nur noch eine Milchbar und die Mutter von … ist. Aber Hey, ich habe schließlich einen Oscar gewonnen! Eine ernüchternde Feststellung. Und so wurde er umsorgt und die liebe Buffetphräse durfte ihn auch mal halten. Ein stolzer Onkel, ohne den es Dich wohl gar nicht geben würde. Und zur Klarstellung: weil er mich und Swen zusammen geführt hat. 



In der darauf folgenden Woche ging es mal wieder zum Kinderarzt. Die erste Impfung stand an ! Auch wenn es erstmal eine harmlose Schluckimpfung zum Üben war. Aber dieses Mal war Georg ein vorbildliches Baby und bezauberte die ganze Praxis. Also mal keine Schreiattacke für alle Zuhörer. Omas und Opas behaupten ja auch, das Georg immer ein ganz liebes Kind ist. Naja, der kann auch anders. Aber ich mag keine Illusionen zerstören. 



Dann gab es natürlich auch wieder reichlich Besuch in der Woche. Wäre Georg nicht so interessant, würde ich wohl hier eher vereinsamen und mit mir selbst reden. 20000 Worte habe ich schon lang nicht mehr gebraucht. Ich weiß, einfach mehr Worte schreiben, das geht auch klar.

Aber jetzt habe ich ja Kontakt mit anderen jungen Müttern. Es geht jetzt immer Donnerstag in den Rückbildungskurs. Ein ganz spezielles Thema. Da wäre zuerst einmal das Eintackten des Kindes, damit man ein entspanntes Kind hat. Das bedeutet Zwangsfütterung bis Oberkante, drei Extrarunden mit dem Auto, damit Georg auch wirklich schläft und viel Optimismus. Soviel zur Theorie. Natürlich hat das beim ersten Kurs nicht geklappt, sondern Georg war nörgelig.  Aber ich glaube, das hat er nur gemacht, damit ihn die hübsche Katja durch die Gegend trägt. Endlich mal ein paar andere Brüste vor dem Gesicht. 

Beim zweiten Termin war Georg dagegen sonnig und wollte fleißig mit mir mitturnen. Zum schießen, wenn der kleine im Takt mitstrampelt während ich versuche gleichmäßig zu atmen und nicht Tod umzufallen. 

Und da wären wir auch bei dem anderen speziellen Themen. Wo sind die Muskeln hin und mein Beckenboden? Nach drei Bewegungen war ich durch und wollte Georg bestechen, die nächsten Termine ordentlich Rabatz zu machen, damit ich mich drücken kann. Und Muskelkater gab es auch noch. Außerdem wurden uns Trainingsgeräte für den Beckenboden empfohlen. Also nicht irgendwelche Großgeräte an denen ich üben muss, sonder kleine Gewichte, die ich ….. Keine weiteren Erklärungen! Fest steht, dass ich jetzt Hochleistungssportlerin werden muss. Ich übe schon mal als Känguru.



Die Woche endete mit einem echten Highlight. Wir fuhren in Familie in unseren ersten Urlaub. Es ging nach Oberwiesenthal zum Skifahren. Und nein, Georg musste noch nicht auf die Piste, auch wenn sein Vater ihn am liebsten in der Skischule angemeldet hätte. Er neigt zu Übertreibungen. 

Auf jeden Fall haben wir den Ausflug gut gemeistert. Keine Blässuren, sehr entspannte Nächte, lustige Tage und der erste Schnee!





Naja und nach diesem herrlichen Wochenende folgte eine einsame Woche ohne Papa, der mal wieder weggeschickt wurde. Wir haben unsere gemeinsamen Tage aber doch recht entspannt verlebt, waren viel spazieren, unter anderem auf unserer neuen Lieblingsroute Richtung Lösnig durch den Park. Blöde Idee nur bei Sturm und nassem Boden einen Berg besteigen zu wollen. Ich gebe zu, ich habe nur nicht aufgegeben, weil hinter mir Gassigänger waren und mir ein Scheitern zu peinlich war. Die Blöße gibt sich eine Hochleistungssportlerin nicht. 



Einen Tag hatte ich aber auch noch meine Mama als Übernachtungsgast da und war dankbar für die Unterstützung. Warmes Essen und 20000 Worte, herrlich! So waren wir gemeinsam, auch mit Opa Baden und am nächsten Tag shoppen. Beim Shoppen habe ich das perfekte T-Shirt für Georg gefunden. Denn vom Durchschlafen sind wir noch entfernt wie Nordpol und Südpol. Aber ich bin schwerst optimistisch. 





Am Freitag war unsere Familie endlich wieder komplett. Da ist jede Minute kostbar und besonders der Papa konnte die genießen. Da muss jeder Kuss, jedes Lachen und Knuddeln nachgeholt werden. 

So haben wir auch das Wochenende intensiv genutzt. Am Samstag ging es auf eine Tageswanderung über Probstheida, den Südfriedhof und den Silbersee. Naja Tageswanderung ist übertrieben, aber 3 Stunden waren es schon. So entdeckt man mal, was man alles zu Fuß erreichen kann. Und Swen fühlt sich optimal vorbereitet für die 7-Seen-Wanderung. Und ich spüre wieder jeden Muskel, der inzwischen verkümmert war. 

Und trotz das wir im Stadtgebiet unterwegs waren, begegneten wir drei Schafen. Ja, echte Schafe, keine vom Einschlafen oder den Wolken. Echte Schafe! So ländlich wohnen wir!



So jetzt habe ich die wichtigsten Ereignisse niedergeschrieben und mein schlechtes Gewissen ist besänftigt. 

Meine persönlichen schönsten Momente waren: wenn mich mein Sohn früh morgens herzhaft anlacht und mir vergessen macht, dass ich wieder nur ein paar Stunden geschlafen habe. 

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19.02.2015 – Fleisch, bitte! Oder Mami ist zu dick!

Wir müssen mal über die Schrei-Gewohnheiten meines Sohnes reden. Da steckt nämlich ein Muster dahinter. Immer wenn ich mir essen mache, oder mich mit etwas essbaren hinsetze, schreit mein Kind los und verweigert mir die Essensaufnahme. Früh morgens lässt mich Georg noch schön meinen Malzkaffee kochen, das Brötchen aufbacken und den Tisch decken. Doch sobald das Brötchen geschmiert ist und mir der Zahn tropft, schreit er los.

Das Mittagessen verdient schon gar nicht mehr seinen Namen, denn ich schaffe es nie vor 14 Uhr an Essen zu denken. Jedenfalls boykottiert er mir hier schon die Herstellung. Ihr wollt nicht wissen, wie Nudeln schmecken, die man erst nach 20 Minuten aus dem Wasser nimmt. Und das ist nur ein Beispiel.

Na und Abendbrot gibt es bei seinen Unruhephasen am Nachmittag auch nur nebenbei beim Stillen und ruhigstellen. Gestern habe ich Swen um einen Döner angebettelt und kaum lag dieser auf dem Teller, der Döner natürlich, schrie Georg los.

Jetzt habe ich da so eine Theorie. Entweder will mein Sohn einfach mal mit Essen, anstatt immer nur Milch zu schlürfen. Oder er sagt mir durch die Blume, das eine Nulldiät angebracht wäre. Junge, ich passe schon wieder in die alten, engen Jeans, da kann das ja wohl nicht der Fall sein.

Ich werde es weiter beobachten und bis dahin heimlich essen,wenn du schläfst! Bäh!

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Ansonsten hätten wir entspannte Tage, auch wenn es gestern wieder eine Milch-Flatrate für Georg gab. Scheinbar ist er immer von der Hebamme angespornt, etwas mehr zu trinken. Aber der positive Effekt war, dass wir diese Nacht einen 5 Stunden Rhythmus hatten und ich mich somit nicht beschweren will. Ich schätze in ein paar Wochen schläft mein Sohn durch.

Übrigens setzt das Mein-Unser-Syndrom schon ein. Haben meine Eltern schon gemacht und ich kenne keinen, der diese Worte nicht ausnutzt. Also wenn Georg wie gestern etwas anstrengend ist, sage ich: „Das ist DEIN Sohn,!“zum Papa.
Ist er wieder zuckersüß, z.b. wenn er lacht: “ Schau mal, wie süß MEIN Sohn ist!“.
Und wenn es um etwas schönes für uns alle geht, dann ist es UNSER Sohn.
Eltern sind schon komische Wesen und legen sich alles zurecht, weißes brauchen. Aber nachdem ich meinem Sohn mit Spucke im Gesicht rumgewischt habe, war dies nur ein kleiner Abstieg.

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Heute hat er dann wieder allen Schlaf von gestern nachgeholt. Erst im Tuch, zwischen meinen Brüsten und dann auf einem herrlichen Spaziergang durch die winterliche Sonne.
Und jetzt wird geknuddelt!

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16.02.2015 – Irgendwann werde ich mal ne Strick-Oma!

Schon wieder bin ich einige Tage im Rückstand und muss aufholen und berichten von den vielen Dingen, die wir so erlebt haben.

Die Nacht ohne Papa haben wir gut überstanden, auch wenn wir es blöd fanden und keine Wiederholungen bräuchten. Ich habe es sogar geschafft die Fußschiene alleine anzubringen, ohne Georg komplett festzubinden. War nicht einfach, aber es hat gehalten. Heute Abend sind wir schon wieder alleine. Also wenn Georg mal groß ist, gründet er eine Firma, wo es ausgeschlossen ist, das junge Väter durch die Weltgeschichte geschickt werden. Bewerbungen werden schon jetzt entgegen genommen, denn wir brauchen ja erst einmal ne Idee, was für eine Firma es werden soll?

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Am Mittwoch hatten wir wieder Besuch und haben ein tolles Buch über die üblichen Kinderwehwehchen bekommen, welches wir hoffentlich nie brauchen. Wobei, den ersten Schnupfen hat Georg schon. Ich weiß zwar nicht, wann Georg und Hilde heimlich geknutscht haben, aber hier werde ich nach der Genesung noch ein Wörtchen mit euch reden müssen.
Mit so einem blöden Schnupfen hat man als Mama schon mal einen Vorgeschmack der Sorgen, die man so hat. Das Kind gibt Geräusche von sich, die sind nicht normal. Da wird geröchelt, als würde man gleich ersticken. Und beim Stillen ist es echt hinderlich, wenn man keine Luft durch die Nase bekommt. Also für das Baby! Für die Mutter ist es egal, ob sie Luft bekommt. Aber Georg muss sich immer entscheiden zwischen Atmen oder Trinken. Beides gleichzeitig geht nur schwer. Ruhiger Schlaf klingt echt anders.
Und dann will ich meinem Georg helfen, nur harkt unsere Kommunikation noch etwas. Auf “ Bitte jetzt schnauben“ reagiert er noch nicht. Und die Nase ist so winzig. Und um es vorab zu nehmen, irgendwelche Ministaubsauger, die die Popel raussaugen sollen, funktionieren nur theoretisch. Ich will ja nicht das die Intelligenz rausgesaugt wird. So muss ich warten, bis Georg Hatschi macht und hoffen, das genug Druck dahinter steckt, damit etwas rauskatapultiert wird. Klappt nur beschränkt.

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Süß ist aber das Schnarchen! Georg und der Papa geben sich da nichts:)

Am Donnerstag waren wir zur Trageberatung damit ich mal wieder meine Arme und Hände für etwas anderes als das Halten von Georg benutzen kann. Jetzt habe ich ein Tuch und eine Manduca-Trage und bin begeisterte Trägerin. Auch muss ich feststellen, das so ein Ökotruden-Tuch gar nicht so übel ist und das Binden auch kein Hexenwerk ist. Jetzt kann ich durch Connewitz gehen und gehöre mit Georg dazu. Ob ich das will, steht auf einem anderen Blatt. Aber beim ersten Tragen zu Hause ist Georg prompt eingeschlafen und hat sich wohl gefühlt. Ich bin begeistert und sehr dankbar für die tolle Beratung, das geborgte Tuch und die Manduca von Steffi.

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Nachdem ich mal wieder nach Kinderkrippenplätzen suchte, bekam ich durch Zufall mit, das ich eine sogenannte Bedarfsmeldung brauche, die es mit dem Begrüßungspaket der Stadt Leipzig bekomme. Das hatte ich bisher nicht, da Georg ja „Born in borna“ ist. Und So etwas sagt einem auch niemand. Nachdem ich mich dann durch Leipzigs Ämter telefoniert habe, holte ich am Freitag das Begrüßungspaket ab. Lauter tolle Sachen drin. Von den Stadtwerken gabs passenderweise ein Nachtlicht und Steckdosenschutz, von den Wasserwerken ein Handtuch, von den Verkehrsbetrieben ein Jahresticket für Georg und mich und von der Sparkasse Socken bzw. einen Sparstrumpf. Toll! Alles ist logisch! Von der Stadt hätte ich ja gerne nen genehmigten Bauantrag bekommen, aber so gabs reichlich Informaterialien und ein Paar Schuhe für die ersten Schritte. Und die wurden von den Leipziger Strickomas gestrickt. Sooooo süß!! Wenn ich alt bin ( was nie der Fall sein wird), werde ich auch Strickoma. Muss nur Stricken lernen, damit die Schuhe auch wie Schuhe aussehen!

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Am Samstag machten wir einen Ausflug zu den Großeltern, da Papa und die Schwestern auf die Skier wollten. Und ich habe nunmehr die ideale Ausrede um das nicht zu müssen. Also stattdessen gab es geregeltes Mittagessen und für Georg einen langen Spaziergang mit der Oma und für mich ne Tüte Schlaf. Herrlich! War wieder sehr entspannend!

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Gestern gabs einen sehr langen Spaziergang in Familie und wir entdeckten neue Wege. Wusste jemand, dass es hier ein Kohlebergwerk gibt, nur ein paar Straßen weiter? Wir hatten keine Ahnung. So richtig mit Stollen und so. Was man als spazierende Mutter so alles entdeckt.

Insgesamt sind wir zur Zeit sehr entspannt. Und solange Georg entspannt ist, sind wir es auch. Ein Kreislauf. Und Georg lacht jetzt immer so süß und damit macht das entspannt Sein noch mehr Spaß. Und er ist so zum Anbeißen während er lacht und man selbst so eigenartige Geräusche von sich gibt. Dudidudidu!

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10.02.2015 – Kann mich meine zukünftige Ehefrau noch leiden?

Also weiter zu den ersten Malen der letzten Tage. Nicht unter den Tisch fallen lassen darf ich den ersten Monats-Geburtstag von Georg. Am Freitag war es soweit. Durch häufiges Schreien hat er mir klar gemacht, dass ich das nächste Mal doch gefälligst eine Torte backen soll und lauter Girlanden aufhänge. Ich habe verstanden und werde mich bessern. Aber bei dieser aufregenden Woche wusste ich nicht wo mir der Kopf stand. Dafür habe ich ein ein wirklich erstes Mal geboten: der erste Spaziergang im Schnee und die erste Schneeflocke auf seiner Nase. Unbezahlbar!

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Dafür gab es am Samstag ein Geburtstagsgeschenk, eine Wippe. Ich gebe zu dahinter steckt auch der Wunsch, das er mir bei den kleinen Handgriffen am Tag zuschauen kann, ohne gleich eine Vermisstenanzeige nach seiner Mutter durchschreien zu müssen. Das erste Mal in der Wippe endete nach 3 Minuten und dem Gefühl, dass Georg die Wippe nicht leiden kann. Aber wir geben nicht so schnell auf. Beim zweiten Mal hielt er es ganze 20 Minuten aus. Wir haben also gewonnen. Sie vibriert, wippt und macht Geräusche, von Wasserplätschern bis zu irgendeiner Melodie. Eine Multifunktionswippe. Was machen eigentlich die jungen Mütter in Afrika ohne solche Geräte. Wir sind hier schrecklich Konsumgesteuert und verwöhnt.

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Die Wippe hielt Georg trotzdem nicht davon ab, seinem Besuch am Samstag Nachmittag und Abend zu zeigen, dass er die Hauptperson ist. Dabei hat er das doch gar nicht nötig. Weiß doch eh jeder, das es sich jetzt um ihn dreht. Aber Georg kann man auch nicht lange böse sein! Und tolle Geschenke hat er auch noch bekommen, danke!

Sonntag war er ein Musterkind. Erst ausschlafen und nach dem Spaziergang meinten wir, dass wir uns noch schnell hinlegen bevor er in spätestens 10 Minuten sowieso aufwacht. Und was passiert? Wir wachen zwei Stunden später auf und unser Sohn mit uns. So hat er uns ein herrliches Mittagsschläfchen gegönnt und wir waren tiefenentspannt.

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Gestern haben wir nun das erste Konto für Georg eröffnet. Noch so ein erstes Mal. Und heute war seine zukünftige Ehefrau bei ihm. Hilde ist ganze drei Tage älter und völlig entspannt. Was man von unserem Sohn nicht sagen kann. Er wollte wieder nur an die Milchbar und machte dies lautstark klar. So macht man keinen Eindruck bei den Mädels! Das müssen wir noch üben. Aber ich denke, dass Hilde uns noch eine Chance gibt. Will ja nur sicher gehen, dass er, wenn es schon sein muss, in eine gute Familie einheiratet. Nicht jeder darf an unseren Georg ran!

Jetzt im übrigen schläft mein Sohn und ist ganz lieb. Nach so einem Tag wie heute ist dies eine wahre Wonne. Er liegt mit seiner Halbglatze da, als könnte er kein Wässerchen trüben und ich entspanne etwas. Leider sind wir heute alleine, weil der Papa fürs liebe Geld hart arbeiten muss. Wir vermissen dich schon jetzt und lieben dich ganz doll!

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